Was bedeutet es eigentlich, „einen Schritt zu gehen“?
Oft denken wir sofort an die großen Aufbrüche, an radikale Veränderungen im Außen. Wir blicken zu den Sternen, malen uns eine weite, andere Zukunft aus, fühlen uns aber gleichzeitig wie festgewurzelt. Dabei ist der erste Schritt oft viel kleiner, fast unsichtbar. Es ist ein Gedanke, der sich verändert hat. Eine neue Sichtweise, die plötzlich Raum greift. Es ist das leise Eingeständnis, dass der eigene Kosmos, in dem man sich bewegt, nicht mehr so richtig passt.
Wir alle leben in unserem eigenen Kosmos. Das ist vollkommen in Ordnung und gibt uns Halt. Schwierig wird es erst dann, wenn sich dieser Kosmos nicht mehr nach Zuhause, sondern nach einem Gefängnis anfühlt. Wenn die Wände enger werden, obwohl wir eigentlich Weite brauchen.
Und dann? Dann warten wir oft. Wir warten auf diesen einen, perfekten Moment, in dem alles glasklar ist und die Angst verflogen scheint. Wir halten an dem fest, was wir kennen, weil das Unbekannte unsicher wirkt – ein Urinstinkt, der uns seit der Steinzeit bewahren will.
Aber Sicherheit im Stillstand ist oft eine Illusion. Nur weil wir Dinge schon immer so gemacht haben, müssen sie nicht für immer so bleiben. Ja, die Ungewissheit ist da. Aber was, wenn hinter der Angst nicht das Scheitern wartet, sondern etwas, das viel besser, freier und lebendiger ist, als du es dir gerade vorstellen kannst?
Vielleicht ist der erste Schritt heute gar nicht die große Tat vor der Haustür. Vielleicht ist er nur die Erlaubnis, den Blick kurz vom Boden zu heben und zu schauen, in welche Richtung du dich eigentlich bewegen möchtest.
Vielleicht ist heute einfach nur der Tag, an dem du dir erlaubst, über diesen ersten Schritt nachzudenken.

Falls du merkst, dass du diesen Gedanken nicht alleine sortieren möchtest, begleite ich dich gerne ein Stück auf deinem Weg – ganz unverbindlich bei einem ersten Telefonat oder direkt draußen in der Natur.
Völlig unverbindlich und vertraulich.